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Historie und Entwicklung des Lehrstuhls

Der Lehrstuhl für Energieanlagen und Energieprozesstechnik (LEAT) wurde 1975 mit der Berufung von Professor Dr.-Ing. Hans Kremer an das Institut für Energietechnik der Ruhr-Universität Bochum als Lehrstuhl für Energieanlagentechnik gegründet. Nach der Emeritierung von Professor Kremer im Jahr 2000 und im Zuge der Berufung von Prof. Dr.-Ing. Viktor Scherer als Lehrstuhlleiter wurde die Lehrstuhlbezeichnung um die Energieprozesstechnik erweitert. In den 40 Jahren seit der Gründung hat sich der Lehrstuhl intensiv mit der Untersuchung, Optimierung und Weiterentwicklung energieverfahrenstechnischer Anlagen und Prozesse befasst. Dabei wurde immer großer Wert auf eine enge Verknüpfung zwischen experimentellen Untersuchungen, mathematischen Analysen und numerischer Simulation gelegt. Die Arbeitsschwerpunkte des Lehrstuhls lagen in den ersten zwei Jahrzehnten vornehmlich auf experimentellen und numerischen Untersuchungen der Strömungs- und Mischungsvorgänge in Brennern und Kraftwerkskesseln sowie der Untersuchung der Schadstoffbildung bei diesen Prozessen. Seither wurden diese Arbeiten zunehmend um Themen der industriellen Anwendung fossiler Brennstoffe, der Nutzung von Ersatzbrennstoffen und Biomassen, erweitert. Anwendungsgebiete sind der Zementprozess, die Stahlindustrie, der Industrieofenbau aber auch Feuerungssysteme aus dem Haushaltsbereich. Metallbrände und Energiespeicherkonzepte rückten in jüngster Zeit verstärkt in den Vordergrund. Mehr als 100 Doktorarbeiten sind im Rahmen dieser Forschungstätigkeiten entstanden.